Physiotherapie Vorbereitung Nr.4

Wieso denn Physiotherapie?

26.11.2018

Nachdem ich nun schon den Lungenfunktionstest, die Magenspiegelung und das Belastungs-EKG (allein bei dem Gedanken tut mir der Poppes weh) hinter mir habe, war ich nun auch noch bei der Physiotherapie. 

Als ich den Termin zur Physiotherapie vereinbart habe, wurde mir gesagt, dass ich meine Sportkleidung mitnehmen kann, um mich dort umzuziehen. Auch eine Dusche sei vorhanden. 

Da ich nach der Operation zum Sport gehe und mir dort gezeigt wird, welche Sportübungen ich anfangs machen darf und auf was ich achten muss, war dieser Termin bei der Physiotherapie zur Abklärung meiner Fitness anberaumt. 

Zu Hause musste ich im Vorfeld einen kleinen Fragebogen zu meiner Sportroutine und meinen sportlichen Plänen für die Zukunft ausfüllen. So bin ich also mit meinen Sportsachen zur Klinik gefahren, in der auch die Physiotherapie-Abteilung ist.

Ich war sehr gespannt, was die alles mit mir machen werden und habe vorsichtshalber mal Duschzeug dabei gehabt. 

Mein kürzestes Training von allen

Dort angekommen begrüsste mich ein netter, junger Mann und hat mir ein Formular zum Ausfüllen gegeben (welche Krankenkasse ich habe, meinen Namen etc.). Danach hat er mir gezeigt, wo ich mich umziehen kann und mir einen Pulsgurt gegeben, den ich unter meinem T-shirt tragen soll. In meinen Sportklamotten und mit einem Handtuch bewaffnet bin ich dann in den Fitnessraum gegangen. 

Der Trainer führte  mich zu einem Fahrrad. Ja, genau, schon wieder ein Fahrrad. Mein Steissbein tat noch vom Belastungs-EKG weh und schon verliess mich die Lust. Aber, tapfer wie ich nun mal bin, habe ich mich voller Elan (NICHT!) auf den Sattel geschwungen. Der Trainer hat mir kurz erklärt, was wir jetzt machen und dann durfte ich schon los radeln. Mein Puls wurde von dem Brustgurt direkt an das Fahrrad übertragen und sollte bei ca. 130 Schlägen bleiben. Sobald der Puls höher ging, hat das Fahrrad von selbst den Widerstand verringert. Ich habe circa 5 Minuten auf dem Rad gesessen, als mir der Trainer sagte, dass ich aufhören darf und wir für heute fertig seien.

Ich war nun schon etwas verdutzt und habe gefragt, ob das wirklich schon alles gewesen sein soll. Er hat mir erklärt, dass sie meine Daten vom Radfahren nun in meiner Kartei speichern und wenn ich nach der OP wieder komme, diese mit einem kleinen Gerät an die Fitnessgeräte übertragen können. Somit wissen die Geräte welcher Widerstand eingestellt werden muss und regeln von selbst das Training. So jedenfalls habe ich es verstanden. 

Nun sollte ich noch beurteilen, wie anstrengend ich die fünf Minuten Radeln empfunden habe. Da ich nicht mal ein bisschen ins Schwitzen kam, hätte ich locker noch eine halbe Stunde, oder länger, weitermachen können. 

Man sieht sich dann nach der OP

Nachdem ich mich wieder umgezogen hatte wurde mir noch gesagt, dass mein operierender Arzt mir sagen wird, wann ich nach der OP mit dem Training in der Physiotherapie Abteilung beginnen kann und ich dann die Termine vereinbaren kann. 

Ich war also, alles in allem, circa eine halbe Stunde dort und davon waren fünf Minuten Sport. Das hatte ich mir zwar etwas anders vorgestellt, aber ich bin ja auch kein Fachmann. 

Da waren‘s nur noch drei…

Dies war also mein vierter Termin, den ich hinter mich gebracht habe und nun kommen noch drei weitere. Blutabnahme, Ultraschall und einmal Ernährungsberatung. 

Im nächsten Beitrag berichte ich dann über die Blutentnahme, wovor es mir ja jetzt schon graut.

Liebe Grüsse,

Jessi

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