Magenspiegelung Vorbereitung Nr. 2

Die zweite Voruntersuchung

16.11.2018

Nachdem ich meinen Lungenfunktionstest abgeschlossen und sogar schon das Okay vom Lungenspezialisten für meine bevorstehende Magenbypass OP bekommen habe, war als nächstes eine Magenspiegelung geplant.

Nüchtern bis mittags.

Als ich 15 oder 16 war, wurde schon einmal eine Magenspiegelung bei mir durchgeführt, da ich sehr oft starke Magenschmerzen nach dem Essen hatte. Damals wurde bei mir der Helicobacter Pylori festgestellt. Das ist ein Bakterium, welches fast jeder in sich trägt, bei einigen aber zu Problemen führen kann. Es wird mit Antibiotika behandelt und verschwindet in den meisten Fällen vollständig. 

Damals hatte ich die Magenspiegelung morgens und war sehr erstaunt, dass meine jetzige erst um 14.30 Uhr am Mittag stattfinden sollte. Zur Magenspiegelung muss man nüchtern sein. Man darf sechs Stunden davor nicht essen und bis zwei Stunden davor nur Wasser oder Tee (ohne Zucker oder Milch) trinken. Jedenfalls stand das so in dem Begleitschreiben, welches ich bekommen habe.

Ich bin also zur Arbeit gefahren, ohne etwas zu essen und bin in meiner Mittagspause mit dem Bus in die Stadt zu meinem Termin gefahren. Dort angekommen, musste ich nicht lange warten, da führte mich eine Arzthelferin bereits in eine kleine Kabine. Sie hat mir einen Zugang in der Ellenbeuge gelegt, worüber ich später das Schlafmittel gespritzt bekam. 

Ich durfte mich auf das kleine Krankenhausbett – ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll – legen und warten, bis ich geholt wurde. Nach ca. fünf Minuten kam sie mit ihrer Kollegin zurück und sie fuhren mich in den Untersuchungsraum. 

Mir wurde eine Blutdruckmanschette angelegt und ein Clip ans Ohr gemacht mit, welchem scheinbar die Sauerstoffsättigung im Blut überwacht werden kann. 

Ab ins Land der Träume

Ich musste auf eine Schiene beissen, damit mein Mund geöffnet bleibt, wenn ich im Land der Träume bin. Und dann hat sie mir auch schon das Schlafmittel gespritzt. Mir wurde noch gesagt, dass mir jetzt schwindelig wird und das war auch schon das letzte was ich noch weiss. 

Als nächstes bin ich in einem abgedunkelten Raum aufgewacht und die nette Dame sagte mir, dass der Doc gleich zu mir kommen wird, um mir das Ergebnis der Spiegelung mitzuteilen.

Also lag ich noch ein wenig auf meiner Liege und habe nochmal die Augen zu gemacht. Ich habe mich gut gefühlt und war nur ein bisschen müde.

Dann kam auch schon der nette Arzt. Die Magenspiegelung lief super und mein Magen ist gesund. Er wünschte mir noch viel Erfolg für die Magenbypass OP. 

Endlich was zu Essen

Und schon durfte ich wieder gehen. Ich habe mir noch im Supermarkt ein Sandwich geholt, da es jetzt schon halb vier am Nachmittag war und ich an nichts anderes denken konnte, als an eine Kleinigkeit zu Essen. Da es mir wirklich super ging und die Müdigkeit nach einer halben Stunde komplett verflogen war, bin ich mit dem Bus zurück zur Arbeit gefahren. Und das war auch schon der ganze Zauber.

Es war alles überhaupt nicht schlimm. Ich habe rein gar nichts von der Magenspiegelung mitgekriegt und war danach auch sehr schnell wieder vollkommen fit. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt, bzw. ich hatte es irgendwie anders in Erinnerung. 

Also für alle, die noch eine Magenspiegelung vor sich haben: Überhaupt nicht schlimm. Und wenn ich das als grosser Angsthase schon sage, muss ja was dran sein. Die nächste Voruntersuchung ist das Belastungstest-EKG. Bin ja sehr gespannt, wie meine Herzfunktion so aussieht.

Liebe Grüsse,

deine Jessi

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