Ultraschall. Vorbereitung Nr.6

19.12.2018

Warum eine Ultraschall Untersuchung vor einer Magenbypass-OP nötig ist und was genau bei diesem Termin passiert, habe ich mir in verschiedenen Facebook Gruppen und Adipositas Foren vorab mal durchgelesen.

Auf meinem „Untersuchungs-Terminplan“ stand, dass ich nüchtern und mit voller Blase um 8.45 Uhr im Röntgeninstitut in Thun sein soll. Die Sache mit der vollen Blase hat mich tagelang beschäftigt. Du musst wissen, dass ich im Normalfall ungefähr jede Stunde auf Toilette muss. Ich hasse es also irgendwo hin zu fahren, wenn ich vorher nicht auf der Toilette war.

Nun gut, ich habe mir den Toilettengang vor der Abfahrt nach Thun also verkniffen. Und das Einhalten wurde von Minute zu Minute schwieriger. Zum Glück kam ich sofort an die Reihe, als ich im Röntgeninstitut ankam. Bald kann ich endlich auf die Toilette, dachte ich.

Toilette ich komme…

Tja, falsch gedacht. Erstmal kein Ultraschall. Zu meinem Entsetzen musste ich erst in den Röntgenraum. Es mussten Röntgenbilder von meiner Lunge gemacht werden. Das hat zwar nur ca. 5 Minuten gedauert, aber die kamen mir in dem Moment vor wie 30 Minuten. Dann durfte ich einen Raum weiter und mich schon mal auf die Untersuchungsliege legen und warten, bis die Ärztin kommt, um den Ultraschall zu machen. Die Arzthelferin hat mir auch noch gleich gesagt, wo ich die Toilette finde, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist. Zum Glück kam die Ärztin auch schon eine Minute später rein und hat auch sofort losgelegt.

Mit dem Schallkopf hat sie meinen kompletten Bauchraum untersucht. Hierbei wird geschaut, ob Gallensteine vorhanden sind, wie gross die Leber ist, oder ob sonst irgendwelche Auffälligkeiten bestehen. Dummerweise muss sie mit dem Schallkopf auch über den Teil des Bauches wo meine Blase sitzt. Ich habe mich in diesem Moment stark konzentriert, damit ich mir nicht in die Hose mache.

Und? Was sagt der Ultraschall?

Nach zehn Minuten (ZEHN MINUTEN!!!) war der Ultraschall vorbei und die Ärztin konnte mir sagen, dass alles gut aussieht und sie nichts Ungewöhnliches gefunden hat. Sie gab mir ihr OK für die OP und hat mir viel Glück gewünscht.

Nachdem sie den Untersuchungsraum verlassen hat, konnte ich mir das Gel vom Bauch abwischen und mich wieder anziehen. Ich glaube, so schnell habe ich mich noch nie in meine Klamotten geworfen. Endlich kann ich aufs Klo…dachte ich…

Schmerzhaftes Warten…

Natürlich konnte ich nicht sofort auf die Toilette, denn die war besetzt. Ich habe aber einfach mal die Türklinke nach unten gedrückt um demjenigen da drin zu zeigen, dass draussen jemand wartet. Dann bin ich noch vor der Tür auf und ab gelaufen. Ich habe mir keine Mühe gegeben, leise aufzutreten, damit der da drin weiss, dass ich nicht einfach weggegangen bin sondern immer noch warte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich also endlich rein und bin danach mit einem weiteren OK zur nächsten Arztpraxis gefahren. An diesem Tag hatte ich nämlich gleich zwei Termine. Aber der für mich schlimmste war jetzt geschafft.

Also auf zur Ernährungsberatung.

Liebe Grüsse,
Jessi

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